Jura studieren – Ja/Nein ?

Hallöchen Leute,

heute mal ein etwas anderer Post. Ich würde euch gerne über mein neues Studium berichten, um euch vielleicht ein wenig weiter zu helfen in der Entscheidung, wo es jetzt lang geht. Vor einem Jahr war ich auch in dieser Situation, und wusste nicht wohin mit mir, fing ein Politikstudium an und brach es kurz darauf wieder ab. Aber das war auch gar nicht so schlimm, denn:

Es ist nie zu spät, was neues zu Beginnen

Und das meine ich auch so. Die Renten werden sowieso immer weniger und wer weiß denn schon, ob wir überhaupt noch staatliche Rente bekommen. Also lasst euch nicht unter Zeitdruck stellen und probiert soviel aus wie es geht. Aus mir völlig unerfindlichen Gründen bekommen wir während des Abiturs ja überhaupt keine Einblicke in die juristische Arbeit, die eigentlich viel zu wichtig ist. Schnuppert also mal ein Semester rein und wenn es was für euch ist; Glückwunsch, ihr habt ein tolles Studium vor euch. Wenn nicht, ist das ja auch nicht schlimm, man kann sich ja auch wieder für etwas Neues einschreiben.

Der gefürchtete NC

Ja, der NC kann eine Hürde darstellen, aber es gibt Mittel und Wege um etwas zu tricksen. In Bielefeld, wo ich zur Zeit bin, gibt es keinen NC. Heißt: Man kann sich einschreiben, ohne abgelehnt zu werden. Wenn ihr jetzt aus Bayern kommt ist das natürlich doof aber auch nicht so schlimm, die ganzen Materialen stehen im Internet, es ist also nicht wirklich notwendig zur Uni zu gehen. Nur zu den Klausuren, aber da findet man sich bei Airbnb o.ä. Mittel, um dort eine Woche zu übernachten. Zum 2. Semester kann man sich dann für andere Unis bewerben. Da fällt der NC immer etwas besser aus, da es zum 2. Semester nicht mehr ganz so viele Bewerber gibt. Ansonsten kann man bis zum Sommersemester im April warten, da war dieses Jahr in Bochum der NC bei 2,5 also völlig im Rahmen.

6 Jahre studieren, wirklich ?

Diese Zahl kann einen schon abschrecken 4,5 Jahre Regelstudienzeit plus 2 Jahre Referendariat. Aber man muss sich immer vor Augen halten, wie die Einstiegsgehälter in den großen Kanzleien aussehen könnten. Da träumt so mancher BWL Student ein Leben lang von. Nach dieser Zeit hat man ein wirklich knallhartes Studium hinter sich, kann aber auch behaupten wirklich etwas zu können. Und zwar etwas sehr wichtiges. Juristen werden immer gesucht. Unser Professor hat uns in der 1. Woche direkt gesagt, es würden jedes Jahr 900.000 Menschen in Rente gehen aber nur 700.000 fertig ausgebildete Leute hinterherkommen (niedrigere Geburtenrate und so). Worauf also noch warten und sich von allen bekloppt machen lassen man würde eh keinen Job finden? Das stimmt nämlich nicht, im Notfall kann man immer noch eine eigene Kanzlei aufmachen oder sich mit einem Master obendrauf von allen abheben. Diesen natürlich am Besten aus dem Auslang (Da dauert er auch nur 1 Jahr zum Teil zB in den Niederlanden)

Ich will aber noch Freizeit haben

Die hat man auch als Jurastudent! Es ist ja nicht so wie in der Schule, dass man 8 Stunden mit unwichtigen Fächern bombadiert wird und anschließend noch für seine 4 Abifächer büffeln soll. Du kannst zur Uni gehen wann du willst. Wenn du nicht willst, ist das auch überhaupt nicht schlimm weil es ja genügend Lehrbücher und Material im Internet gibt. Die Professoren laden oft die Slides der Powerpoint auf eine Internetplattform mit ergänzenden Aufsätzen, Urteilen, Zeitungsartikeln usw. Es gibt also genügend zu tun. Auch zu Hause. Geht man nun, statt von 8 bis 4 in die Schule, vielleicht von 10 bis 2 an den Schreibtisch, reicht das meiner Meinung nach völlig aus, um mitzukommen. Und ich finde, dass 4 Stunden am Tag lernen wirklich nicht zuviel ist, wenn man ansonsten die ganze Zeit frei hat. Ansonsten kann man auch das ganze Semester über chillen, nur halt einen Monat vorher sich völlig vom sozialen Leben abmelden und alles in 4 Wochen nachholen. Kann man machen, wenn man das so lieber hat. Am Ende zählt ja sowieso nur „4 Gewinnt“. Hat man 4 Punkte (von 18) hat man bestanden und kann munter weitermachen.

Wie, nur 4 Punkte? Ich hatte sonst immer mindestens 12!

Für die Leute, die in der Schule immer Klassenbeste waren, wird das jetzt ganz hart. Es gibt leider kaum Klausuren, die über 10 oder 12 Punkte sind, da die Prüfungen so konzipiert sind, dass sie für uns nicht zu schaffen sind. Die Profs wollen einfach nur wissen, ob man die Vorgehensweise verstanden hat. Alles andere kommt später noch. Am Ende der 4,5 Jahre steht ja das Staatsexamen und da sollte man dann schon seine 10 Punkte haben aber das ist ja noch lange hin! Bis dahin gilt 4 Gewinnt!

Im Großen und Ganzen kann ich das Jurastudium wirklich jedem empfehlen, der noch nicht wirklich weiß was er will. Es öffnet einem sämtliche Türen und man bekommt mal einen anderen „Stoff“ als in der Schule, da die Juristerei dort ja nicht vorgestellt wird.

Versuchts einfach!

Wer von euch studiert denn was und kann etwas dazu schreiben? Möchte nicht, dass meine Leser genauso verzweifelt wie ich vor einem Jahr vor der Entscheidung stehen, wo es jetzt lang geht.

Liebe Grüße!

IMGP7819

Binksblog

3 Comments

  1. Ich hab mir das jetzt alles durchgelesen, obwohl ich schon fertig bin mit dem studium. Haha. War aber echt interessant 🙂

  2. Super interessanter Beitrag:) Ich habe mir auch überlegt Jura zu studieren aber ich werde nun vermutlich BWL studieren. Liebe Grüße, Leonie von http://eyeofthelion.de
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